04.12.2015

Wo der Glühwein erfunden wurde - Adventsfreuden im Sächsischen Elbland

Dresdner Stollen, Winzerglühwein und Aschenbrödels Haselnüsse: Das Sächsische Elbland lässt die schönsten Weihnachtstraditionen hochleben

Wo der Glühwein erfunden wurde - Adventsfreuden im Sächsischen Elbland
Weihnachtsmarkt auf dem Meissener Marktplatz / Foto:© Sylvio Dittrich / Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V.

Die Vorweihnachtszeit ist im Sächsischen Elbland ein ganz besonderes Erlebnis. Das offene, sanft hügelige Land rings um die Weihnachtsstadt Dresden bietet mit romantischen Ortskernen, altehrwürdigen Burgen, herrschaftlichen Jagd- und Lustschlössern sowie malerischen Weinbergen eine reizvolle Kulisse für heimelige Adventsmärkte. Auch kulinarisch kann die Region punkten. Der Gipfel für Genießer ist der Winzerglühwein, der hier vor über 180 Jahren erfunden wurde.

Einer der schönsten Märkte im Sächsischen Elbland ist die Romantische Meißner Weihnacht in der weltberühmten Wein- und Porzellanstadt Meißen. Das spätgotische Rathaus, die pastellfarbenen Renaissancebürgerhäuser und die Frauenkirche Meißen bilden einen prächtigen Rahmen für die festlich geschmückten Stände. Im Hintergrund wacht der älteste Schlossbau Deutschlands.

Sächsische Handwerkstraditionen

Meißen ist die Wiege der europäischen Porzellanherstellung. Das Geheimnis um das „weiße Gold“, das über Tausend Jahre die Chinesen hüteten, wurde hier im 18. Jahrhundert zum ersten Mal in Europa gelüftet. Bis heute produziert die Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen das begehrte Luxusgut in feiner Handarbeit und hat im Meißner Triebischtal eine Erlebniswelt rund um die Liebhaberstücke erschaffen. Zusammen mit weiteren sächsischen Manufakturen veranstaltet sie am zweiten Adventswochenende den Weihnachtserlebnismarkt Haus Meissen, bei dem Besucher sächsische Handwerkskunst erleben – neben Meissener Porzellan auch Herrnhuter Sterne, erzgebirgische Holzkunst und Meissener Bleikristallglas.

Auch die Weihnachtsstadt in Großenhain stimmt in seinem historischen Stadtkern auf das Christfest ein. Wo sich einst die großen Handelsstraßen Via Regia und Sächsische Salzstraße kreuzten, sind drei Stadttore mit Schwibbogen – eine aus Sachsen stammende Tradition – geschmückt. Die Weihnachtskrippe beeindruckt mit lebensgroßen Figuren und in der Märchenstube erzählt ein Großmütterchen beliebte Kindermärchen.

Filmreife Weihnachten im Schloss

Heimelig sind die Adventsmärkte in den Schlössern des Sächsischen Elblands. Etwa der Schlossadvent auf Schloss Burgk in Freital, die Zabeltitzer Palaisweihnacht im Barockgarten Zabeltitz, die Proschwitzer Weihnacht auf Schloss Proschwitz nördlich von Meißen oder der Adventsmarkt auf Schloss Hartenfels in Torgau, dem glanzvollen Renaissanceschloss, in dem einst die Weichen für die Reformation gestellt wurden.

Eines der Prachtbauten widmet sich einer ganz besonderen Weihnachtstradition: Schloss Moritzburg war 1973 Filmkulisse für den zauberhaften Königsball im heute beliebtesten Märchenfilm der Weihnachtszeit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Jedes Jahr im Winter entfacht der Drehort die Magie des deutsch-tschechischen Kultfilms mit einer Sonderausstellung von Neuem. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar 2016 geöffnet.

Die Idee vom heißen Wein

Bereichert werden die Adventsmärkte im Sächsischen Elbland durch kulinarische Freuden. Überall lockt Dresdner Christstollen mit seinem verführerischen Duft von Rosinen, Mandeln und Butterschmalz. Mit Puderzucker bestäubte Quarkspitzen und süße Kräppelchen beglücken Kinder und gewürzter Winzerwein die Feinschmecker.

Das Sächsische Elbland, eine der nördlichsten Weinbauregionen Deutschlands, gilt als Geburtsort des Glühweins: Im Dezember 1834 notierte August Raugraf von Wackerbarth im winterlichen Belvedere seines Schlosses in Radebeul das älteste bekannte Rezept zum Erwärmen von gewürztem Wein. 2013 wurde es im Staatsarchiv Dresden wiederentdeckt. Und wird seither am Entstehungsort unter dem Namen „Wackerbarths Weiß & Heiß“ wieder zubereitet.

Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth ist ein zauberhaftes Ensemble aus Schloss, Lusthäuschen und einem Barockgarten mit Weinbergen. Es ist die älteste Sektkellerei Sachsens und war einst beliebter Lustort für Kurfürst August den Starken. Zum Adventsauftakt lädt das Erlebnisweingut zu Wackerbarths Lichterfest mit dem feierlichen Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung und Lampionumzug für die kleinen Besucher. Und zur Sächsischen Weihnacht, einem Manufakturenmarkt am dritten Adventswochenende, bietet das Weingut originelle Geschenkideen aus sächsischer Handwerkskunst. Über 40 Manufakturen stellen sich vor.

Unzählige weitere Weingüter, Dörfer und Städtchen im Sächsischen Elbland laden mit liebevoll dekorierten Weihnachtsmärkten zum vergnüglichen Adventstreiben. Informationen und Übernachtungstipps gibt der Tourismusverband Sächsisches Elbland unter Telefon +49 3521 76350 sowie auf www.elbland.de.

Quelle: Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V.

14.11.2016
Alle Jahre wieder