13.10.2016

5 Tipps für den Skiurlaub mit kleinen und großen Kindern

Die Suche nach einem familienfreundlichen Skigebiet, Preisvergleiche und Besorgung der nötigen Ausrüstung für Groß und Klein - die Vorbereitungen für einen Skiurlaub mit der Familie nehmen meist viel Zeit in Anspruch. Welche Aspekte Eltern bei der Organisation von Reiseziel, Skipass, -kurs und -ausrüstung berücksichtigen sollten und wie auch für die Kleinsten der Urlaub zum Erlebnis wird, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung).

1. Die Wahl des Skigebiets

Bei der Suche nach dem passenden Skigebiet kommt es zunächst auf das Alter und das skifahrerische Können der Kleinen an. "Für jüngere Kinder und für Kinder mit keiner bis wenig Erfahrung auf der Piste sind vor allem flache Hänge und einfach zu nutzende Lifte sinnvoll", weiß Dreyer. "Außerdem sind ausgewiesene Kinder-Skibereiche ideal, da sie speziell auf die Bedürfnisse der Jüngsten ausgerichtet sind". So beispielsweise im Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis. Dort sind 125.000 Quadratmeter Fläche ausschließlich für Kinder bestimmt. Im dortigen Kinderland gibt es unter anderem Förderbänder, Übungs-Tellerlifte und einen Kids-Funpark, in welchem die kleinen Skifahrer spielerisch an den Sport herangeführt werden. Doch auch bei älteren oder skierfahrenen Kindern ist es wichtig, auf ein familienfreundliches Angebot zu achten. "Oft muss es auch gar kein besonders großes Skigebiet sein, um die Familie zu begeistern", erklärt die ERV-Reiseexpertin. "Kleinere Gebiete sind meist persönlicher und übersichtlicher für die Eltern."

2. Mit dem Skipass zum Skikurs

In vielen Skigebieten bekommen Kinder mehr als 50 Prozent Rabatt auf den Skipass oder fahren bis sechs Jahre unentgeltlich mit allen Liften. "Am Kronplatz in Südtirol oder am Stubaier Gletscher erhalten Kinder sogar bis acht beziehungsweise bis zehn Jahren kostenlose Tickets", weiß Dreyer. Es lohnt sich also durchaus vorab die Preise zu vergleichen. Beim Skikurs sollte allerdings nicht nur der Preis entscheidend sein. Wichtig ist vor allem spielerisches Lernen sowie der Sicherheitsaspekt. "Und je kleiner die Gruppe, desto individueller kann der Lehrer auf die Nachwuchsskifahrer und ihre Bedürfnisse eingehen", erklärt die Reiseexpertin.

3. Die nötige Ausrüstung

Skiunterwäsche, Schneeanzug, Schal, Helm und Handschuhe sollten Eltern am besten vor Antritt der Reise besorgen. So gehen sie sicher, dass sie nicht kurzfristig vor Ort von Geschäft zu Geschäft hetzen müssen, um die fehlende Skibekleidung zu besorgen. Bei der Skiausrüstung kann es allerdings entspannter sein, diese in der Urlaubsregion zu leihen. "Das Ausleihen der Ausrüstung eignet sich vor allem für Kinder, die zum ersten Mal auf den Skiern stehen oder bei Familien, die nur ganz selten auf der Piste unterwegs sind", erklärt Dreyer. Die Experten im Skiverleih wissen außerdem bestens, welcher Schuh und welches Skimodell für die angehenden Skifahrer geeignet sind. "Unerlässlich ist ein Helm mit einer passenden Skibrille. Der Kopfschutz muss fest und dennoch bequem sitzen und für ausreichend Belüftung sorgen", weiß die ERV-Reiseexpertin. Die Skibrille sollte über genügend UV-Schutz verfügen, da man in der Höhe intensiverem Sonnenlicht ausgesetzt ist, zudem wirkt der Schnee reflektierend.

4. Ski-Spaß für die Kleinsten

Bei einem Skiurlaub mit Kleinkindern gibt es für Eltern einige Besonderheiten zu beachten. Um die jüngsten Schneeurlauber nicht zu überfordern, raten Skilehrer beispielsweise erst ab etwa drei Jahren mit dem Skiunterricht zu beginnen. "Koordinativ und körperlich ist ein Skikurs einfach noch zu anstrengend für die Kleinen", erklärt Dreyer. "Sinnvoll sind dagegen Übungen im Schnee, bei denen sie sich ganz ungezwungen an den Sport herantasten können." Da die Nachwuchsfahrer schneller müde werden und Pausen brauchen, sollten Eltern außerdem auf das Kinderprogramm außerhalb des "Skikurses" achten. Für Kinder ab zehn Monaten gibt es etwa in Pitzi's Kinderparadies im tirolerischen Pitztal von Sonntag bis Freitag ganztägige Betreuung. "Für gemeinsame Erlebnisse mit der Familie sollten Mama und Papa auch daran denken skifreie Tage einzulegen und das Angebot außerhalb der Piste zu testen", rät die ERV-Reiseexpertin. Winterwanderungen, Pferdeschlittenfahrten und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten in der Region eignen sich ohnehin für Groß und Klein.

5. Vorsicht statt Nachsicht

Familienurlaube werden oft lange im Voraus geplant und gebucht. "Doch gerade mit Kindern hat man meistens keine Planungssicherheit", erzählt Dreyer. "Erkranken die Kleinen beispielsweise kurz vor oder während der Reise, sodass der Urlaub gar nicht erst angetreten werden kann oder abgebrochen werden muss, wird es für Eltern gerade beim Skiurlaub teuer." Daher ist es ratsam einen passenden Reiseschutz abzuschließen. Die ERV-Jahresreiserücktrittsversicherung für Familien hat im aktuellen Rating des Handelsblatts mit der Note "sehr gut" abgeschnitten. Im Fall des Falles sind Familien somit bestens abgesichert. Kostspielig kann es auch bei einem Unfall auf der Piste werden. Bei einem Skiunfall in den Bergen hilft oft nur eine aufwendige und häufig teure Bergung. "So kostet etwa ein Helikopter-Einsatz 80 Euro pro Minute und bei einer üblichen Bergungszeit von bis zu 60 Minuten geht das schnell in die Tausende", erklärt Dreyer. Eine Unfallversicherung wäre eine Möglichkeit sich hier zusätzlich abzusichern - doch auch dabei gilt es genau zu prüfen, wann diese greift. Daher empfehlen Verbraucherschützer grundsätzlich für jede Reise eine private Reisekranken-Versicherung abzuschließen.

Quelle: piroth.kommunikation GmbH & Co. KG

14.11.2016
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