Kasseler Märchenweihnachtsmarkt barrierefrei
Sie sind auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt nicht zu übersehen: die blauen Rampen über den zahlreichen Kabelbrücken am Königs- und Friedrichsplatz. Sie erleichtern Menschen mit Rollstuhl, Rollator, aber auch Kinderwagen den Zugang. Die Initiative dazu ging von einer Petition des Bündnisses Barrierefreie Region Kassel aus. Nach der bisherigen positiven Resonanz sollen im kommenden Jahr 2024 weitere Elemente beschafft werden, um alle Kabelbrücken auf ganzer Breite barrierefrei zu gestalten.
"Der öffentliche Raum gehört allen und sollte daher auch für alle nutzbar sein. Diese Selbstverständlichkeit konnten wir hier kurzfristig umsetzen. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können nun problemlos den Weihnachtsmarkt besuchen. Ich danke auch Kassel Marketing und vor allem Thomas Mey mit seinem Elektrobetrieb für die tatkräftige Unterstützung“, so Stadtbaurat Christof Nolda.
Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO Nordhessen, freut sich über die Umsetzung: „Wir vom Bündnis Barrierefrei Region Kassel begrüßen, dass durch den Einsatz von barrierefreien Kabelbrücken der Zugang zum diesjährigen Kasseler Weihnachtsmarkt für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator aber auch mit Kinderwagen erleichtert wird. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Stadt Kassel kurzfristig und unbürokratisch Verbesserungen erzielen konnten und werden mit den Erfahrungen aus diesem Jahr gemeinsam überlegen, ob für das nächste Jahr noch weitergehende Maßnahmen ergriffen werden können.“
Im Rahmen des Protesttages für mehr Barrierefreiheit im Mai dieses Jahres hatte das Bündnis die Stadt Kassel mit einer Petition auf das Problem der Barrierefreiheit aufmerksam gemacht. Nachdem die ersten rollstuhlgerechten Kabelbrücken auf dem Königsplatz verlegt worden waren, hatte sich eine kleine Arbeitsgruppe des Bündnisses vor Ort ein Bild gemacht. Das Ergebnis: Dort, wo die Kabelbrücken über die gesamte Länge verlegt wurden, sei die Lösung sehr gut gelungen. Dort, wo es nur einzelne Rampen gab, war es bei dichtem Gedränge manchmal schwierig, die Übergänge zu finden. An einigen Stellen fehlen noch Rampen. Deshalb wünscht sich das Bündnis, dass die barrierefreien Kabelbrücken möglichst überall dort zum Einsatz kommen, wo Kabel verlegt werden. Der Anfang ist aus Sicht des Bündnisses sehr erfreulich.
Für den diesjährigen Weihnachtsmarkt hat die Straßenverkehrsbehörde 50 barrierefreie Übergänge beschafft, die jeweils aus zwei Rampen und dem eigentlichen Kabelkanal bestehen, der diese Rampen miteinander verbindet. Weitere 50 bis 60 solcher Übergänge (100 bis 120 Rampen) werden noch benötigt, um alle Kabelbrücken über die gesamte Breite barrierefrei zu gestalten. Dies soll nach der positiven Resonanz beim Weihnachtsmarkt im Jahr 2024 umgesetzt werden.
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