Frankens süße Wintergenüsse entdecken
Ein Küsschen aus der Backstube
Die süßen Verführungen gehören zum Winter in Franken einfach dazu. Schließlich kann kaum jemand den weltberühmten Nürnberger Lebkuchen widerstehen, und das war auch schon vor Jahrhunderten so.
Im Mittelalter verschickte Nürnberg seine köstlichen Lebkuchen, die aus erlesenen Zutaten wie Nüssen, Mandeln, Honig und exotischen Gewürzen bestanden, im Dienste der Diplomatie. Dass Anis, Ingwer, Kardamom, Nelken, Muskatblüte, Koriander, Piment und Zimt in Nürnberg verfügbar waren, lag an der Lage der Stadt an den wichtigsten Handelsrouten des Mittelalters. Den Honig lieferten die Zeidler direkt aus dem Nürnberger Reichswald.
Heute gibt es Nürnberger Lebkuchen in vielen Varianten. Die bekanntesten sind die Elisenlebkuchen, die nach der Tochter eines Nürnberger Lebzelters benannt wurden und wahre Meisterstücke sind. Übrigens dürfen sich nur Lebkuchen, die innerhalb der Stadtgrenzen hergestellt wurden, mit Nürnbergs Namen und Motiven schmücken.
Die Nürnberger Lebkuchen sind jedoch nicht die einzigen Köstlichkeiten aus den winterlichen Backstuben Frankens. In Coburg zum Beispiel lässt man sich die „Coburger Schmätzchen” schmecken. Diese kleinen Honiglebkuchen wurden angeblich erfunden, um der Damenwelt damit ein Küsschen zu geben.
Für ein süßes Schneegestöber sorgt Rothenburg ob der Tauber. Dort sind die Schneeballen das Traditionsgebäck: Dafür werden Kugeln aus Mürbteig geflochten, in Fett ausgebacken und mit Puderzucker bestäubt.
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