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Eisige Schluchten, Gletschergrotten und Eis-Pyramiden im Wallis - News vom 27.11.2014 • News vorgestellt vom Wintertraum Magazin

Eisige Schluchten, Gletschergrotten und Eis-Pyramiden im Wallis

27.11.2014
<span class="news-image-bildtext">Der mächtige Zinalgletscher im Val d’Anniviers, Wallis</span> / <span class="news-image-fotograf">Foto: &copy; Switzerland Tourism By-line: swiss-image.ch/Renato Bagattini</span> / <span class="news-image-quelle">MAROundPARTNER GmbH</span>
Der mächtige Zinalgletscher im Val d’Anniviers, Wallis / Foto: © Switzerland Tourism By-line: swiss-image.ch/Renato Bagattini / MAROundPARTNER GmbH

Frostige Winter-Abenteuer abseits der Pisten

Wo sich 45 Viertausender in den Himmel türmen, gibt es auch viel Eis und Schnee. Allein 49 Gletscher, darunter der größte Gletscher der Alpen, der Große Aletschgletscher, sind im Wallis beheimatet. Der Winter fügt zum ewigen Eis noch seine vergänglichen Kunstwerke hinzu, Eiskaskaden, spiegelglatte Seen, gefrorene Schluchten. Eine faszinierende Welt für „unverfrorene“ Entdecker.

Von Weiß über Blau bis Türkis schimmert das Eis des Zinalgletschers, je nach Sonnenstand und Lichteinfall ändert es seine Farbe. Noch unwirklicher, fantastischer werden die Farbspiele und Eisgebilde, wenn man sich unter das Eis wagt. Natürliche Gletschergrotten gewähren Einblicke in das eisige Innere des Gletschers. Der mächtige Zinalgletscher am südlichen Talabschluss des Val d’Anniviers reicht von 4.160 m Höhe bis auf 2.100 m herab. Im Sommer fließen unter der Gletscherzunge starke Ströme von Schmelzwasser und graben Höhlen in das Eis. Im Winter, wenn die Schmelzwasserbäche beinahe versiegen, eröffnet sich ein Netz von „unterirdischen“ Grotten und Galerien. Da der Gletscher ständig in Bewegung ist, ändert sich dieses Labyrinth ständig, manchmal kann man bis 200 m in das Innere des Eisriesen vordringen.

Höhlenforscher unter dem Eis

Der Bergführer Stéphane Albasini entdeckte zusammen mit einer Gruppe die Gletschergrotten im Jahr 1996 durch Zufall. Auf einer Skitour fielen den Skiwanderern Risse am Fuß des Gletschers auf, neugierig geworden schauten sie nach und waren überwältigt von der Schönheit, die sich vor ihnen auftat: ein weites Gewölbe aus bläulichem Eis, stellenweise vollkommen klar, dann wieder von tausenden Luftbläschen durchsetzt, auf dem Boden vom Eis blank geschliffene Felsblöcke. Ein Ort, an dem man der Natur bei ihrer Arbeit zusehen kann.

Ausgangspunkt der geführten Exkursionen ins Innere des Zinalgletschers ist das Dorf Zinal. In früheren Jahrhunderten ein nur im Sommer bewohntes Maiensäss-Dorf, heute ein Ferienort, der bergbegeisterte Menschen anzieht. Denn der malerische Ort liegt zu Füßen mehrerer Viertausender wie Zinalrothorn, Obergabelhorn oder Dent Blanche. Für den fünf Kilometer langen Weg benötigt man auf Schneeschuhen rund zweieinhalb Stunden. Er führt an den Eiskaskaden gefrorener Wasserfälle vorbei, mit etwas Glück sind unterwegs sogar Steinböcke oder Gämsen zu sehen.

Die Touren sind abhängig vom Wetter von Mitte Dezember bis Mitte März möglich. Jeweils dienstags und donnerstags oder auf Anfrage auch an anderen Wochentagen führt Stéphane Albasini Gruppen von vier bis zwölf Personen in die Gletschergrotte. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr, die Ausrüstung kann im Ort ausgeliehen werden, für Verpflegung unterwegs sorgt jeder Teilnehmer selbst. Kosten: Erwachsen 70,- CHF, Kinder 40,- CHF pro Person, Gruppen 600,- CHF.

Durch eisige Schluchten – die Gorge Alpine im Winter

Der schönste und im Winter wohl auch spektakulärste Weg von Saas-Fee nach Saas-Grund führt durch die Gorge-Alpine. Dieser Klettersteig ist mit mehreren Seilrutschen, in der Schweiz Tyrolienne genannt, Hängebrücken, Leitern, Eisenstiften und Stahlseilen gesichert und erschließt ein beeindruckendes Naturschauspiel zwischen Wasser und Fels. In Begleitung eines Bergführers kann die wild zerklüftete Fee-Schlucht auch im Winter durchstiegen werden.

Auf dem Weg erwarten die Kletterer unvergessliche Eindrücke. Die Winterkälte verwandelt die Schlucht in eine märchenhafte Landschaft aus Felsen, Eis und Schnee. Gut gesichert mit Helm, Klettergurt und Klettersteigset und angeleitet von erfahrenen Bergführern sind die Herausforderungen der Route mit etwas Nervenkitzel gut zu bewältigen. Zum Beispiel der Pendelgang, mit dessen Hilfe sich die Kletterer von einer Seite der Schlucht auf die andere schwingen oder das Abseilen von der frei schwingenden Nepalibrück. Der krönende Abschluss ist eine „Tyrolienne“, die in einer Höhle endet. Strickleitern führen wieder hinauf ins Freie. Für die Tour sind keine Vorkenntnisse nötig, Ausrüstung stellt das Bergführerbüro zur Verfügung. Die geführte Tour dauert drei bis vier Stunden und kostet 85,- CHF pro Person.

Waagrecht oder senkrecht, Spiegeleis oder Eisfall in Champex-Lac

Champex-Lac in der Region des Pays du St-Bernard an der Grenze zu Italien und Frankreich trägt den Beinamen „Klein Kanada“, allerdings ist man hier eher mit Bernhardinern als mit Huskys unterwegs. Hohe Berge und ein bezaubernder Bergsee tragen zu diesem Titel bei. Da der See im Winter oft zufriert, haben Schlittschuhläufer und Eishockey-Spieler auf Natureis freie Bahn, womit noch ein Bezug zu Kanada hergestellt wäre. Auch in der Vertikalen ist man in Champex-Lac eisig zugange. Eiskletterer können sich an natürlichen Eisfällen versuchen oder an einer künstlichen, 16 m hohen Eispyramide ihre Technik üben.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter der Adresse www.wallis.ch

Quelle: MAROundPARTNER GmbH