Die Welt auf dem Teller

29.11.2023
The Three Wise Men Palacio Solecio
The Three Wise Men / Foto: © Palacio Solecio

Internationale Rezepte zu Weihnachten sorgen für festliche Vielfalt

Die festliche Jahreszeit steht vor der Tür und mit ihr nicht nur fröhliches Feiern, Entspannung, Zusammensein mit Familie und Freunden und Rückblick auf das vergangene Jahr. Im Mittelpunkt steht aber zweifellos das leibliche Wohl. Jede Familie hat ihr eigenes traditionelles Weihnachtsessen - für die einen sind es Würstchen und Kartoffelsalat, für die anderen eine saftige Gans oder ein herzhaftes Raclette. Die kulinarischen Traditionen rund um die Feiertage unterscheiden sich von Land zu Land und berücksichtigen lokale Geschmäcker, Zutaten und Geschichten. Wer sich während der Festtage von international erfahrenen Köchen verwöhnen lassen möchte, findet in ausgewählten Hotels ein exklusives kulinarisches Erlebnis. Und für alle, die ihr Fernweh in der heimischen Küche stillen und das Weihnachtsessen aufpeppen wollen, haben die Hotelrestaurants aus aller Welt ihre Lieblingsrezepte zum Nachkochen zusammengestellt:

Die Vorspeise: Französische "Coquilles St-Jacques

Das französische Weihnachtsfest, auch "Le Réveillon" genannt, ist bekanntlich ein mehrgängiges Fest mit kulinarischen Köstlichkeiten und reichlich Champagner und Wein. Traditionell setzen die Franzosen an Heiligabend auf edle Zutaten wie Kaviar, Austern und Gänseleber. Das Relais de Chambord ist bekannt für sein köstliches Festmahl in märchenhaftem Ambiente und zieht über die Feiertage Einheimische und Touristen gleichermaßen an. Das Boutique-Hotel ist das einzige Hotel in einem geschlossenen Waldpark, umgeben von schneebedeckten Bäumen und mit Blick auf das romantische, prachtvoll geschmückte Schloss Chambord. Wer sich zu Weihnachten einen Hauch französischer Gaumenfreuden gönnen möchte, dem empfiehlt die Küchenchefin des Relais de Chambord, Rita Silva, den Abend mit gratinierten Jakobsmuscheln zu beginnen, am besten mit einem Schaumwein aus dem Loiretal:

125 Milliliter Weißwein, 125 Milliliter Wasser, eine fein gehackte Zwiebel, eine Prise Salz, fünf Pfefferkörner, zwei Stängel Petersilie, eine Messerspitze Thymian und ein Lorbeerblatt zugedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten kochen lassen. Den Sud durch ein Sieb zurück in den Topf gießen. Die Jakobsmuscheln in den Sud geben und zugedeckt bei schwacher Hitze 15 Minuten garen. Die Muscheln aus dem Sud heben, abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und den Rogen abtrennen und beiseite stellen. Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Einen Esslöffel Butter in einem Topf zerlassen, 200 g geblätterte Champignons darin 5 Minuten anbraten, mit Mehl bestäuben und nach und nach mit dem Muschelsud aufgießen. Alles unter Rühren einige Minuten kochen lassen, dann die Sauce mit zwei Esslöffeln Sahne und zwei Esslöffeln Gouda verrühren. Die Muschelscheiben unter die Sauce mischen und mit etwas Zitronensaft abschmecken. Das Ragout in acht Muschelschalen füllen und mit geriebenem Gouda bestreuen. Die Muscheln im vorgeheizten Backofen auf der obersten Rille überbacken.

Der Hauptgang: marokkanisches "Agneau de l'Atlas

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Marokkanisches L'Agneau de l'Atlas / Foto: © Unsplash.com

Das Essen spielt in der marokkanischen Kultur und Tradition eine zentrale Rolle und bringt das ganze Jahr über Generationen und Freunde zusammen. Die Verwendung aromatischer Gewürze wie Koriander, Kokosnuss und Anis sorgt für intensive Geschmacksnuancen und schafft ein sinnliches Erlebnis. Sie verleihen auch einem festlichen Menü die nötige Würze. Auch wenn das erste Reiseziel, das mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird, nicht unbedingt Marokko ist, finden sich Elemente des Festes überall in den größeren Städten. Ein beliebter Ort zum Feiern ist das historische La Mamounia in Marrakesch, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Hier trifft üppige Weihnachtsstimmung auf orientalische Eleganz und schafft eine besinnliche Atmosphäre inklusive märchenhaftem Weihnachtsmarkt. Im weltberühmten Hotspot für Feinschmecker werden die Festtage natürlich auch kulinarisch zelebriert. Wer seinem Menü ein wenig marokkanisches Flair verleihen möchte, dem empfehlen die Köche des Restaurants "Le Marocain", in diesem Jahr die Gans durch Lamm zu ersetzen:

Die Schale einer Zitrone, gehackte Minzblätter, ein Esslöffel Kreuzkümmel, zwei Knoblauchzehen, zwei Teelöffel Salz und fünf Esslöffel Olivenöl mischen. Ein Lammkarree (1 kg) mit dieser Mischung bestreichen. Das Lamm mit Alufolie abdecken und im Backofen bei 180 Grad 60 Minuten braten. In der Zwischenzeit wird die Beilage zubereitet: „Zaalouk“, ein typisch marokkanisches Auberginenpüree. 500 Gramm Auberginen mit zehn Gramm grobem Meersalz würzen und im Ganzen im Ofen backen, bis sie weich sind. In der Zwischenzeit 125 g Kirschtomaten und eine Zehe Knoblauch hacken und in Olivenöl andünsten. Mit einem Esslöffel Kreuzkümmel und je einer Prise Salz und Paprikapulver würzen. Anschließend die Auberginen aushöhlen und das Fruchtfleisch mit der Tomatenmischung und dem Essig vermischen.

Der Nachtisch: Spanischer Roscón de Reyes

In Spanien ist die Weihnachtszeit eine lebhafte Zeit, in der sich traditioneller Charme mit festlicher Stimmung mischt. In Städten wie Málaga verwandeln glitzernde Dekorationen, Weihnachtsmärkte und musikalische Darbietungen die verwinkelten historischen Gassen und verbreiten Wärme und Weihnachtsstimmung. In der berühmten Calle Granada, im Herzen der Altstadt von Málaga, zieht der Palacio Solecio, ein historischer Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert, Gäste und Passanten gleichermaßen an und ist bekannt für sein jährliches Weihnachtsprogramm mit musikalischen Darbietungen, Workshops, speziellen Weihnachtsmenüs und einer Silvestergala. Wer ist bei all dem Trubel eigentlich der Protagonist eines spanischen Festes? Jeder Einheimische antwortet ohne zu zögern: das Essen. Das Ende der Weihnachtszeit wird in Spanien nicht wie in vielen anderen Ländern mit Silvester, sondern mit dem Dreikönigsfest am 6. Januar gefeiert. Die Familien kommen zusammen, die Kinder freuen sich auf die Geschenke, die die Heiligen Drei Könige gebracht haben. Der traditionelle Leckerbissen dieses letzten Festes ist der "Roscón de Reyes" (Königskranz), der auch den passenden Abschluss eines festlichen Menüs bildet. Während der Festtage bietet der Palacio Solecio diese süße Leckerei zusammen mit einer köstlichen heißen Schokolade an. Jetzt verrät das Boutique-Hotel eines seiner Lieblingsrezepte zum Nachkochen:

500 Gramm Mehl in eine große Schüssel geben, 200 Milliliter lauwarme Milch unterrühren und 20 Minuten ruhen lassen. In einer anderen Schüssel 70 Gramm Zucker, drei Eier, 120 Gramm Butter, 20 Milliliter Rum, ¾ Teelöffel Salz und die abgeriebene Schale einer Orange und einer halben Zitrone verrühren. Nach 20 Minuten alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Zugedeckt etwa eine Stunde gehen lassen. Danach den Teig kneten. Den Teig zu einem Ring formen, auf ein Backblech legen und nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen. Den Teig mit Eigelb bestreichen, mit Mandeln und kandierten Früchten verzieren und bei 200 Grad 25-30 Minuten backen.

Quelle: Wilde & Partner Communications GmbH