Echt Vogtland

Das Herz deutscher Weihnacht schlägt im Erzgebirge und Vogtland

Echt Vogtland
© A. Wetzel

 

Weihnacht im Vogtland, das sind verschneite Berge und Wälder, Weihnachtslieder singen, gemütliche Gastgeberabende und typischer Spezialitätenduft auf zahlreichen Weihnachtsmärkten.

Wie überall im Sachsenland breitet sich auch hier besonderes Weihnachtenflair aus, verbunden mit unzähligen Adventstraditionen – und nirgendwo werden sie so intensiv gelebt, wie zwischen Seiffener Spielzeugland und vogtländischem Musikwinkel.

Do kimmt dr Rupperich
Zahlreiche von Generation zu Generation weitergegebene Bräuche erwachen in den Wochen vor dem Weihnachtsfest wieder zum Leben, künden von der Geborgenheit früherer Großfamilien, von der Vorfreude und den Vorbereitungen im Advent sowie dem Höhepunkt des Jahres, dem Heiligen Abend. Obwohl die historisch jüngste Weihnachtsgestalt, der dem 19. Jh. entstammende Weihnachtsmann, im Vogtland ebenfalls bekannt war, war er hierzulande nicht immer für den weihnachtlichen Geschenketransport zuständig. Diese tragende Rolle hatte der Rupperich inne – bei feinen Leuten auch Knecht Ruprecht genannt.

Gaben vom Bornkinnel
Vielerorts trat er jedoch nicht allein in Erscheinung. Noch zu Zeiten der Großeltern hatte er das heute kaum mehr bekannte Bornkinnel im Schlepptau: Eine weiß gewandete, engelähnliche Gestalt, die ans Christkind erinnerte und mit goldener Krone und Tannenbäumchen in der Hand gabenbringend von Haus zu Haus zog.

Glückbringer Muesmoa
Die unmittelbare Nachbarschaft zum bergmännisch geprägten Erzgebirge ließen seit dem 19. Jh. auch im Vogtland Pyramiden, Krippen und Paradiesgärten heimisch werden und Bergmann und Engel schmücken seither auch die vogtländischen Weihnachtsstuben. Zu ihnen gesellte sich als gebastelter, später als geschnitzter Lichterträger der Moosmann, eine besondere Weihnachtsfigur, die der Sagenwelt vogtländischer Waldgebiete entspringt. Nur drei Fuß hoch, lebten Moosmann und -weibel tief im Wald unter Baumstöcken, nährten sich kümmerlich von Wurzeln und Waldfrüchten und kleideten sich notdürftig mit Moos und Tannenzweigen.
Selbst tiefste Not leidend, belohnten sie gute Menschentaten mit drei Handvoll Laub, das sich in Gold verwandelte.

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